Wie entsteht unser Kaffeepreis?

 

Der steigende Kaffeepreis …

Der Kaffee Maya Nuevo Sembrador ist ein extrem hochwertiger Qualitätskaffee. Als 100%iger Arabica, der auf zwischen 1300 und 1900 Metern in einer der besten Kaffeeregionen Guatemalas und zudem noch streng nach biologischen Standards angebaut wird, hat der Kaffee, den wir anbieten einen sehr hohen Grundpreis. Unser Anspruch ist es, dass die Menschen, die die Kaffeekirschen in harter Arbeit an den steilen Hängen des Attitlán-Sees pflücken und zum Teil mehrere Kilometer auf dem Rücken tragen müssen, eine gerechte Entlohnung bekommen. Von dem Preis einer handelsüblichen Tasse Kaffee entfallen gerade einmal etwa 5% auf die Löhne der Produzent_innen. Bei dem Kaffee, den wir anbieten sind das über 20%!
Aktuell erreichen aber auch die Preise für konventionellen Kaffee Rekordwerte (siehe Graphik oben). Dies liegt jedoch nicht am guten Willen der großen Kaffeekonzerne oder der Einsicht, dass guter Kaffee auch angemessen bezahlt werden sollte. Vielmehr handelt es sich in erster Linie um finanzielle Spekulation, die zu den höchsten Kaffeepreisen in der Geschichte geführt haben.
Der Preis für Kaffee wird nicht, wie bei uns, im Dialog mit den Produzent_innen gebildet, sondern entsteht an der Börse. Kaffee ist nach Erdöl der wichtigste gehandelte Exportrohstoff. Die derzeit hohen Preise für Kaffee werden vor allem mit anhaltender Knappheit an qualitativ hochwertigem Kaffee erklärt. So schreibt beispielsweise die Wiener Zeitung: „Sowohl Kolumbien, der wichtigste Verkäufer der milden Sorte Arabica, als auch Vietnam, der weltgrößte Lieferant der für Espresso verwendeten Sorte Robusta, litten zuletzt unter Missernten. Gleichzeitig steigt der Kaffeekonsum: Laut Daten der International Coffee Organization (ICO) wurden im Vorjahr 132 Millionen Sack Kaffee verbraucht – ein Viertel mehr als 2000. Für 2010 wird ein Zuwachs auf 134 Millionen Sack erwartet.“
Diese Entwicklung macht sich auch gerade bei den Preisen der Coyotes (Zwischenhändler) in Guatemala bemerkbar. Da deren Preise deutlich gestiegen sind, haben auch wir unseren Preis für den Kaffee von AMNSI angehoben. Da wir ohnehin mit extrem niedrigen Gewinnspannen kalkulieren – der Kaffee ist ein Non-Profit-Projekt, uns geht es in erster Linie um eine gerechte Bezahlung der Produzent_innen in Guatemala – müssen wir nun auch mit unseren Preisen für den Kaffee im Verkauf nach oben gehen. Zugleich ist es aber auch unser Anspruch, dass wir kein Luxus-Produkt für wenige „Besserverdienende“ anbieten wollen, sondern einen guten Kaffee, den sich möglichst viele (wir wissen, dass unser Kaffee sowieso schon recht teuer ist) leisten können. Daher haben wir uns für einen gestaffelten Preis zwischen 9,- bis 10,- Euro entschieden, den alle nach eigenem Ermessen frei wählen können.

Preiszusammensetzung für den Kaffee der Ernte 2010 – 2011

… Graphik folgt …

Die Entwicklung des Kaffeepreises auf dem Weltmarkt

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