
Schule fairändern
Die Idee: Schule und Nachhaltigkeit –
was hat das miteinander zu tun?
Wie es der Projekttitel schon andeutet, geht es im Rahmen des Anfang 2010 gestarteten Projekts um die Frage: Was hat die Institution Schule eigentlich mit Nachhaltigkeit und Fairem Handel zu tun? Was kann ich als Schüler_in durch mein eigenes Engagement eigentlich bewirken?
Die immensen globalen Herausforderungen unsere Zeit wie der Klimawandel und die gerade erst überstandene Finanzkrise machen es deutlich: so wie bisher kann es nicht weitergehen. Wir leben über unsere Verhältnisse und nun bekommen wir dafür die Rechnung serviert. Das Schlagwort nachhaltige Entwicklung ist in aller Munde. Doch was verbirgt sich dahinter und wie kann Nachhaltigkeit in der Praxis aussehen und funktionieren?
Ziele:
Im Rahmen des Projekts setzten sich die Schüler_innen in Theorie und Praxis mit globalen Zusammenhängen, nachhaltigem Wirtschaften und Fairem Handel auseinander. Das Ziel des Projekts besteht darin, nachhaltiges Wirtschaften erfahrbar zu machen und eine handlungsorientierte Verbindung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielsetzungen zu ermöglichen. Die Schüler_innen lernen dabei die Schule als selbstbestimmtes Lern- und Handlungsfeld kennen, in dem sie durch ihr eigenes Engagement „Fairänderungen“ bewirken können.
Mögliche Handlungsfelder
Durch das Projekt „Schule fairändern“ haben Schüler_innen die Möglichkeit ihr Lern- und Lebensumfeld „Schule“ nachhaltig zu gestalten. Dies kann beispielsweise im Rahmen einer Schüler_innen AG geschehen, die sich das Beschaffungswesen ihrer Schule einmal genauer unter die Lupe nimmt und mögliche Alternativen entwickelt. Auch die Schulcafeteria und das Lehrer_innenzimmer sind mögliche Aktionsfelder, hier könnten fair gehandelte oder regionale Produkte eingeführt werden. Die Projektidee entsteht dabei im Prozess mit den interessierten Schüler_innen selbst, denn Schule fairändern ist ihr Projekt!
Schüler_innenunternehmen:
Ein Stück Wirklichkeit in der Schule
Ein interessanter Ansatzpunkt kann auch die Gründung eines Schüler_innenunternehmens (SU) sein. Dabei handelt es sich um von den Jugendlichen selbstständig betriebene ökonomische Projekte, in deren Rahmen sie ein Produkt herstellen bzw. eine Dienstleitung erbringen, die sie innerhalb oder außerhalb der Schule anbieten. Ziel ist dabei nicht ein größtmöglicher Gewinn oder ein Konkurrenzverhalten der Schüler_innen, sondern ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen unternehmerischem Handeln und Nachhaltigkeit herzustellen. Diese nachhaltig wirtschaften Schüler_innenunternehmen unterscheiden sich von klassischen Schüler_innenfirmen, indem sie entwicklungspolitische Aspekte in die Unternehmensphilosophie und Geschäftspraxis sowie die Prinzipien Partizipation und demokratische Entscheidungsfindung mit einfließen lassen.
Mehr Wert für die Schüler_innen
Das Projekt Schule fairändern ermöglicht den Teilnehmenden praktisches Lernen im Bereich Globalisierung und Nachhaltigkeit, dabei ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Fachunterricht. Ökonomisches Denken und Handeln unter Berücksichtigung der sozialen und ökologischen Aspekte wird durch den unmittelbaren Praxisbezug angeregt. Darüber hinaus fördert das Projekt den Erwerb zahlreicher Kompetenzen, wie etwa Teamerfahrung, Kommunikation, Problemlösungsfähigkeiten und Methodenkompetenzen.
Das Engagement in einem Schüler_innenunternehmen dient zudem in besonderer Weise auch der Orientierung für das spätere Berufsleben. Am Ende steht die Erkenntnis, dass der persönliche Einsatz Erfolge für sich, die Schule und für andere bringt und an einer neuen Form des Unterrichts teilgenommen zu haben: ein Erfolgserlebnis. Zu guter Letzt bringt die Mitarbeit in einem Schüler_innenunternehmen allen Beteiligten eine Menge Spaß!
Dank finanzieller Unterstützung für das Projekt
ist die Teilnahme für die Schulen kostenlos!
Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie uns eine Email: bildung[ät]fairbindung.org
oder rufen Sie uns an: 030/25040164.



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