
EPOS
Entwicklungspolitische Schüler_innenunternehmen
Das Projekt EPOS – Entwicklungspolitische Schüler_innenunternehmen wird in Kooperation mit der Albrecht Dürer Oberschule in Berlin durchgeführt. Dabei gründen die Schüler_innen an ihre Schule ein Unternehmen, das sich mit Aspekten der Nachhaltigkeit auseinandersetzt und diese in die Unternehmenspraxis integriert.
Die Idee: Schule und Nachhaltigkeit – was hat das miteinander zu tun?
In dem Anfang 2010 gestarteten Projekt geht es um die Frage: Was hat die Institution Schule eigentlich mit Nachhaltigkeit und Fairem Handel zu tun? Was kann ich als SchülerIn durch meine eigenes Enagement eigentlich bewirken?Die immensen globalen Herausforderungen unsere Zeit wie der Klimawandel und die gerade erst überstandene Finankrise machen es deutlich: so wie bisher kann es nicht weitergehen. Wir leben über unsere Verhältnisse und nun bekommen wir dafür die Rechnung serviert. Das Schlagwort nachhaltige Entwicklung ist in aller Munde. Doch was verbirgt sich dahinter und wie kann Nachhaltigkeit in der Praxis aussehen und funktionieren?
Ziele:
Im Rahmen des Projekts setzten sich die SchülerInnen in Theorie und Praxis mit globalen Zusammenhängen, nachhaltigem Wirtschaften und Fairem Handel auseinander. Das Ziel des Projekts besteht darin, nachhaltiges Wirtschaften erfahrbar zu machen und eine handlungsorientierte Verbindung von ökologischen, ökonomischen und sozialen Zielsetzungen zu ermöglichen. Die SchülerInnen lernen dabei die Schule als selbstbestimmtes Lern- und Handlungsfeld kennen, in dem sie durch ihr eigenes Engagement Veränderungen bewirken können.
Ein Stück Wirklichkeit in der Schule
Durch das Projekt haben SchülerInnen die Möglichkeit ihr Lern- und Lebensumfeld „Schule“ nachhaltig zu gestalten. Hierzu können die interessierten SchülerInnen ein eigenes kleines Unternehmen, ein SchülerInnenunternehmen (SU) gründen. Dabei handelt es sich um von den Jugendlichen selbstständig betriebene ökonomische Projekte, in deren Rahmen sie ein Produkt herstellen bzw. eine Dienstleitung erbringen, die sie innerhalb oder außerhalb der Schule anbieten. Ziel ist dabei nicht ein größtmöglicher Gewinn oder ein Konkurrenzverhalten der SchülerInnen, sondern ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen unternehmerischem Handeln und Nachhaltigkeit herzustellen. Diese nachhaltig wirtschaften SchülerInnenunternehmen unterscheiden sich von klassischen SU indem sie entwicklungspolitische Aspekte in die Unternehmensphilosophie und Geschäftspraxis sowie die Prinzipien Partizipation und demokratische Entscheidungsfindung miteinfliessen lassen.
Mehr Wert für die Schüler_innen
Das Projekt ermöglicht den Teilnehmenden praktisches Lernen im Bereich Globalisierung und Nachhaltigkeit, dabei ergeben sich zahlreiche Anknüpfungspunkte zum Fachunterricht. Ökonomisches Denken und Handeln unter Berücksichtigung der sozialen und ökologischen Aspekte wird durch den unmittelbaren Praxisbezug angeregt. Darüber hinaus fördert das Projekt den Erwerb zahlreicher Kompetenzen, wie etwa Teamerfahrung, Kommunikation, Problemlösefähigkeiten und Methodenkompetenzen.
Das Engagement in einem SchülerInnenunternehmen dient zudem in besonderer Weise auch der Orientierung für das spätere Berufsleben. Am Ende steht die Erkenntnis, dass der persönliche Einsatz Erfolge für sich, die Schule und für andere bringt und an einer neuen Form des Unterrichts teilgenommen zu haben: ein Erfolgserlebnis. Zu guter Letzt bringt die SU allen Beteiligten eine Menge Spaß!



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